Großprofilsanierung zur Fremdwasserreduzierung

Aufgabenstellung

  • Erfassen des baulichen Zustandes
  • Abschätzen des Fremdwasseranfalls in der Sanierungsstrecke
  • Ausarbeiten der Sanierungsalternativen
  • Entwurfsplanung
  • Ausführungsplanung

Vorgehensweise

Der begehbare Kanal wurde aus Ortbeton hergestellt. Im Sohlbereich wurden Steinzeugplatten verlegt. Bei der baulichen Zustandserfassung wurden rd. 60 undichte, z.T. stark versinterte Arbeitsfugen vorgefunden. Zahlreiche Plattenfugen waren undicht und z.T. stark versintert. Diese Schäden verursachten einen Fremdwasserzufluss von mehr als 40 l/s.

Für das Sanierungskonzept wurden die möglichen Sanierungsalternativen auf ihre Wirtschaftlichkeit überprüft. Als wirtschaftlichstes Sanierungsverfahren wurde die manuelle Abdichtung gewählt.

Bei der Ausführung der Sanierungsmaßnahmen mussten die schwierigen örtlichen Randbedingen berücksichtigt werden. Insbesondere musste während der Bauphase der Abwasserbetrieb aufrecht erhalten werden.

Randbedingungen

  • Sohltiefe rd. 6,0 m
  • Trockenwetterabfluss bis 180 l/s
  • Leistungsfähigkeit des Kanals 6,6 m³/s
  • Abfluss 2 jähriges Ereignis 4,2 m³/s
  • Aufrechterhalten des Abwasserbetriebs bis 360 l/s für Grundstücksentwässerung, Straßenentwässerung, Zufluss weiterer Nebensammler (Kreis 250 bis 400, Ei 500/750, Ei 900/1350)
  • Sanierungsgebiet angrenzend an Landschaftsschutzgebiet (Auwald)
  • Gewerbegebiet, z.T. Mischgebiet mit geschlossener Bebauung

Auftraggeber

Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR

Zeitraum

11.2007 - 05.2008

Kennwerte

1,3 km Stauraumkanal

Gedrücktes Ei 2000/2000

Einzugsgebiet rd. 15 km²

Baujahr 1964

Sanierungskosten
rd. 1.8 Mio. €


Aufrechterhalten des Abwasserbetriebes
nach der Sanierung - besenrein
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